Filmvorführung mit Bilderausstellung begeisterte die anwesenden Gäste

Über den gesamten Sonntag über waren alle Vorstellungen bis auf den letzten Platz belegt

Im Rahmen des ersten Dorffestes an der Sulzberghalle beteiligte sich auch der Förderverein Sulzer Heimatgut mit einer vielseitigen Bilderausstellung unter dem Motto „Wie es früher einmal war“ und „Rückblicke auf vergangene Dorffeste“ und präsentierte auch mit dem neu digitalisierten Film über das Geschehen aus dem Sulzer Dorfleben einige Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkrieges ein echtes Highlight. Ende der 50 Jahre gab der damalige Bürgermeister Franz Haller diesen Film bei der Firma Dieterle aus Lahr in Auftrag und im Laufe der Zeit verschwand dieses einmalige Zeitdokument in den Archiven des Sulzer Rathauses. Noch in 16 mm Format gedreht entsprach dieser Film, nachdem er zufällig und völlig verstaubt wieder entdeckt wurde, nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Auch die spätere Umwandlung in ein 8 mm Format brachte nicht den erhofften Erfolg, es wurde sogar die Original Tonspur von dem damalige Bürgermeister Franz Haller zerstört. Es wurde dann der Eingangskommentar vom ehemaligen Ortsvorsteher Otto Kalt eingefügt, der bis heute noch Bestand hat. Doch die Qualität lies leider noch zu wünschen Übrig. In einer Vorstandsitzung beschloss die Vorstandschaft dann, dieses unbezahlbare Sulzer Zeitdokument der Nachwelt zu erhalten. Und so wurde in den Tonstudios des SWR3 in Freiburg dieser wertvolle Film neu digitalisiert. Doch dabei konnte der Ton leider nicht wieder hergestellt werden und auch einige Szenen aus diesem Film wirkten für heutige Verhältnisse zu langweilig und langatmig. Doch zum Glück konnte mit Filmemacher Enrico Kurz ein Profi gefunden werden, der sich mit Vorstandsmitglied Wolfgang Haller an die Arbeit machte, um diesem Film neues und impulsives Leben einzuhauchen. Und dass dies gelungen ist, bestätigten bei der Uraufführung in der Sulzberghalle alle anwesenden Gäste. In diesem 30 minütigen Rückblick auf die Zeit kurz nach dem Kriege, gab es viel zu Bestaunen, aber auch zu entdecken. Vieles was gezeigt wurde, gehört längst der Vergangenheit an. Wer kann sich noch erinnern, als der Sulzer Gemeindearbeiter Karl Kohler durch die Sulzer Straßen und Gassen eilte, um die Neuigkeiten der damaligen eigenständigen Gemeinde lauthals zu Verkünden. Oder als die Sulzer Frauen ihren Männern in den Lahrer Fabriken mit extra dazu angefertigten Wagen das Mittagsessen vorbeibrachten. Aber es wurden auch zahlreiche Jubiläen der Sulzer Vereine aufgezeigt, als man noch mit viel Aufwand durch die Sulzer Straßen zum Festzelt zog. Desweiteren konnte man die frühere und schweißtreibende Feldarbeit in Augenschein nehmen, aber auch das aktive Treiben im Sulzer Schwimmbad oder in der Kinderschule beeindruckte. Es gäbe noch vieles aus dem ehemaligen und selbständigen Dorf Sulz aufzuzählen, doch all dies kann in diesem Film selbst miterlebt werden. Der Förderverein Sulzer Heimat hat sich nach diesem unerwartet großen Interesse entschlossen, diesen Film in irgendeiner Form der Öffentlichkeit noch einmal zu präsentieren. Vorsitzender Bernd Matthiß war nach Beendigung dieser gelungenen Filmvorführung restlos überwältigt, denn mit einer so großen Resonanz hat man im Voraus einfach nicht gerechnet. In den Filmpausen bot sich dann die Gelegenheit, gemütlich durch die Bilderwände zu schlängeln um sich weiterhin in die Jugendzeit zu versetzen zu lassen. Vor der Halle konnte noch ein voll beladener Heuwagen mit einer lebendgroßen Kuh bestaunt werden, wobei man die Möglichkeit hatte, sich an dem von Franz Rieder ausgedachten Quiz zu beteiligen. Da mussten unter anderem die einzelnen Teile des um den ca. 100 Jahre alten Leiterwagen erraten werden. Und zum Erstaunen des Fachmannes Rieder, gab es viele richtige Antworten, allerdings zum großen Teil von der älteren Generation. Letztendlich eine rundum gelungene Präsentation vom Förderverein Sulzer Heimatgut, der damit zu einem kleinen Teil zum Gelingen des erstes Dorffestes an der Sulzberghalle beigetragen hat.

Beim Quitz rund um den 100  Jahre alten Leiterwagen mussten diverese Anordnungen erraten werden.

Großes Interesse den ganzen Tag über, als der neu digitalisirte Film über das Sulzer Dorfgeschehen kurz nach dem Kriege präsentiert wurde. 

 

Text und Bilder: Dieter Fleig

Förderverein Sulzer Heimatgut erkundete Straßburg


Auch dieses Jahr wurde auf vielfachen Wunsch wieder ein Bildungsausflug vom Förderverein Sulzer Heimatgut für alle Mitglieder und Freunde angeboten, der diesmal nach Straßburg im Elsass führte. Und geboten wurde neben einer vielseitigen Stadtrundfahrt mit dem Bus, einer beeindruckenden Bootsfahrt auf der ILL sowie der Besichtigung des Straßburger Münsters, ein buntes und vor allem sehr informatives Programm. In Straßburg angekommen fand unter Sachkundigen Führung von Kulturführer und Historiker Dietmar Wolf eine 90 minütige Stadtrundfahrt im eigenen Bus statt, wobei am Rathausplatz „Parc de  Etoile“ bereits ein Einblick über die Vergangenheit von Deutschland und Frankreich eindrucksvoll übermittelt wurde. Danach gab es für die 50 Teilnehmer nicht nur viel zu Bestaunen, sondern das französische Straßburg wurde in allen Facetten durchleuchtet. Angefangen vom Einkaufs- und Wohnzentrum „Rivetoile“, der Kaserne „Citadelle de France“, dem Hafengebiet, der Fremdenlegion, dem Stadtpark „Orangerie“, das jüdische Viertel und vergessen wurde auch nicht das Europaviertel mit dem Europarat und der Europäischen Union. Ehe man all die unvergesslichen Eindrücke verarbeiten konnte, folgte mit der Batorama Schifffahrt auf der ILL ein weiteres Highlight. Diese 70 minütige Schiffsfahrt rund um die Straßburger Altstatt begann unweit vom „Place de la Cathédrale“ und führt danach über das kaiserliche Stadtviertel der Neustadt bis hin zum Europäischen Parlament. Bei dieser unterhaltsamen und sehr informativen Schifffahrt entdeckten die Teilnehmer Straßburg vom Wasser aus in einer einzigartigen Perspektive, die alle sehr beeindruckte. Und per Kopfhörer erfuhr man nicht nur alles Wissenswerte über die einzelnen Gebäude aus dem Mittelalter, sondern es wurde auch sehr viel über die Deutsch-Französische Vergangenheit übermittelt. Nach dieser sehr beeindruckenden Schifffahrt stand die restliche Zeit allen zur freien Verfügung, wobei die einen die  Erkundung der Altstadt und die anderen die Besichtigung des Straßburger Münster vorzogen. Die ganz fitten Teilnehmer nahmen die 332 Stufen in Angriff um von der in 66 Meter Höhe gelegene Plattform des Münsters die Sicht auf die Vogesen und den Schwarzwald zu genießen.Der gemeinsame Abschluss dieser Bildungsfahrt zu unseren französischen Freunden fand dann noch in Ortenberg im Gasthaus „Krone“ statt, ehe danach alle frohgelaunt die Heimreise nach Sulz antraten.

Durch die sachkundige Führung von Historiker und Dozent des Handwerks, Dietmar Wolf, nahmen die Teilnehmer vom Förderverein Sulzer Heimatgut sehr viele neue Eindrücke mit auf die Heimreise.

 

Text und Bilder: Dieter Fleig


 

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